Update

Update November: Unternehmensanalysen

Hier findet ihr einige kurze Anmerkungen zu den Firmen in meinem aktuellen Portfolio und deren Entwicklung im letzten Monat:

Tesco:

Nachdem kurzen Update zum Oktober habe ich mich relativ zügig dazu entschlossen, Tesco zu verkaufen. Der Verkaufspreis lag bei 4,415 Euro, d.h. nach knapp einem Jahr ist ein Gewinn von ca. 11 % zu verbuchen. Nicht berauschend, aber auch nicht schlecht. Nachdem Teilausstieg von Warren Buffett und anhaltenden Problemen mit Aldi und Lidl im Heimatmarkt England, habe ich mich mit dem Unternehmen nicht mehr wohl gefühlt.

Indus Holding:

Nach guten Zahlen im dritten Quartal wurde beschlossen eine Kapitalerhöhung von 10% zu tätigen. Die Aktien wurden zu einem Preis von 27,03 Euro platziert. Obwohl die Indus Holding ein gutes Unternehmen hinsichtlich Eigenkapital- und Gewinnwachstum ist und das Management mit dem Geld der Anleger in der Vergangenheit gut umgegangen ist, bin ich nicht begeistert. Die Erhöhung des Eigenkapitals und der Liquidität soll eine Grundlage für die weitere Entwicklung des Unternehmens und neue Akquisitionen bilden. Auch wenn das Unternehmen in meinen Augen eher fair bis leicht zu teuer bewertet und damit eine Kapitalerhöhung nicht unbedingt schlecht für die verbleibenden Aktionäre ist, wäre es mir lieber, wenn die Indus Holding in den letzten drei Jahren keine Dividende ausgezahlt hätte, anstatt jetzt den gleichen Betrag durch neue Aktien zu bekommen. Ich denke bei der Indus Holding derzeit über einen Verkauf nach. Was ist eure Meinung dazu?

Praktiker Anleihe:

Nachdem der Paketverkäufe von Max Bahr Anfang letzten November gescheitert ist, versucht man die Filialen, wie zuvor schon bei Praktiker, abzuwickeln und einzeln zu verkaufen. Überraschenderweise hat sich am 04.12.2013 der gemeinsame Anleihevertreter zurückgemeldet. Da er aufgrund der Massenunzulänglichkeit seine Tätigkeit eingestellt hat und diese weiterhin existiert, weiss ich nicht, wie man sein Verhalten zu deuten hat…

Dt. Telekom:

Der Deutschen Telekom stehen 2014 Tarifverhandlungen bevor. Verdi verkündete, dass sie für die ca. 100‘000 Angestellten in Deutschland 5,5 % mehr Lohn fordern sowie einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen. Laut Verdi sollen die Beschäftigte schliesslich am Erfolg der Telekom beteiligen werden. Man bezieht sich dabei auf das dritte Quartal 2013. Grundsätzlich denke ich man sollte die Angestellten im gleichen Masse am wirtschaftlichen Erfolg beteiligen, wie die Kapitalgeber. Da sowohl Gewinn, Eigenkapital als auch die Kapitalrendite in den letzten Jahren bei der Telekom massive geschrumpft sind, sehe ich in diesem Fall aber keine Grundlage für Verdi‘s Forderungen. Eine Lohnerhöhung wird es aber ziemlich sicher trotzdem geben.

K+S:

Nachdem die K+S AG im dritten Quartal keine Überraschung geliefert hat, die Dividendenpolitik in Frage stellt und vor einen Gewinneinbruch gewarnt hat, gibt es ein gutes Zeichen hinsichtlich des Anlegervertrauens. Aufgrund des allgemeinen niedrigen Zinsniveaus konnte K+S zwei Anleihen über je 500 Millionen Euro platzieren und muss dafür mit 3,174 % bis 2018 und 4,125 % bis 2021 vergleichsweise relativ wenige Zinsen zahlen.

E.On, Coca Cola, Microsoft Corp., Procter&Gamble, Bijou Brigitte, McDonald’s: Keine Veränderung meiner Einschätzung.

Zusätzlich möchte ich die Gelegenheit noch nutzen und auf folgende Petition hinweisen:  Altersvorsorge mit Wertpapierdepots. Wertpapierdepots sollen unter bestimmten Gesichtspunkten als Altersvorsorge genutzt werden und dadurch von Steuern und weiteren staatlichen Abgaben befreit werden. Als Vorbild sind hier die Vereinigten Staaten von Amerika zu sehen. Grundsätzlich befürworte ich diesen Ansatz der Altersvorsorge und halte ihn für sinnvoll. Ich selbst habe mich in der Petition eingetragen.

3 Kommentare
  1. Stefan sagte:

    Wegen der Petition: mache da auch mit. Aber dich als Schweizer braucht das ja eigentlich nicht zu interessieren, oder? 😉 Ihr seid da ja deutlich besser gestellt. Kursgewinne sind doch steuerfrei oder? Gruss

  2. Till Schwalm sagte:

    Hi Stefan, ich bin Deutscher und ab dem 01.01.2014 lebe ich auch wieder in Deutschland. Steuertechnisch ist das natürlich Selbstmord. Trotzdem kann ich dir sagen, dass auch in der Schweiz nicht alles rosig ist, was mit Steuern zu tun hat. Zwar gibt es auf Kursgewinne tatsächlich keine Steuern, stattdessen aber Vermögenssteuer und Stempelsteuer, was nichts anderes als eine Wertpapierumsatzsteuer ist. So oder so, auch wenn ich weiter in der Schweiz leben würde, kann ich politisch nur in Deutschland Einfluss nehmen und mit der Petition tue ich das. Ich freue mich, dass du sie auch unterstützt und hoffe auf weitere Unterstützung. Gruss, Till

  3. Value Mario sagte:

    Ich habe Indus auch im Depot und halte die Aktie ebenfalls für fair bis leicht zu hoch bewertet. Ich habe schon Gewinne mitgenommen und werde das sukzessive auch weiter machen, wenn der Kurs weiter steigen sollte. Mangels Alternativen habe ich aber auch kein Problem damit die Aktie noch weitere Jahre zu halten. Ich teile deine Einschätzung zur Kapitalerhöhung nicht. Mir ist es grundsätzlich erstmal egal, ob ein Unternehmen Dividende zahlt oder nicht, aber vielen anderen nicht. Dividende aussetzen, hat meistens einen negativen Beigeschmack, der sich auf den Kurs meiner Meinung nach nicht gut ausgewirkt hätte. Gerade bei einem Wert wie Indus, der in den letzten Jahren immer eine relativ hohe Dividendenrendite hatte. Da ist es mir deutlich lieber, dass das Unternehmen das relativ hohe Kursniveau nutzt und sich Kapital verschafft.

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