Pfleiderer AG

Welche Fähigkeiten sollte man als Investierende im heutigen Markt mitbringen?

Aufgrund des niedrigen Zinses, der Vielzahl an neuen Investierenden, der Menge an Geld und der allseits vorhandenen Informationsdichte, ist meine These, dass es in den letzten Jahren vom Schwerpunkt her andere Investment-Fähigkeiten als in der Vergangenheit brauchte.

Früher lag der Fokus der Investierenden auf der Informationssuche, um akkurate Schätzungen über die zukünftige Entwicklung des Geschäfts zu treffen. Hierbei gab es zyklische Unternehmen, bei denen einem die Kenntnis über die Konjunktur geholfen hat, oder gradlinigere Geschäftsmodelle, bei denen es von Zeit zu Zeit zu Veränderungen kam und wo es darauf ankam, abzuschätzen, ob diese Veränderungen temporär oder dauerhaft waren. In kurz: man brauchte die Fähigkeit zukünftigen Cash-Flow richtig zu bewerten. Die letzten Jahre reichte diese Fähigkeit aber nicht mehr aus, um eine außergewöhnliche Performance zu erzielen.

Es geht darum die richtige Zukunft vorherzusagen.

Nach meiner These ist die profitabelste und schwierigste Aufgabe eines Investierenden momentan, die richtige Zukunft vorherzusehen. Dabei ist die Fähigkeit, eine möglichst genaue Prognose zu treffen, aus meiner Sicht von einer geringeren Bedeutung als richtig zu liegen. Die Gesellschaft befindet sich an so vielen Punkten im Umbruch, wie wir es seit dem Ende des Kalten Krieges nicht mehr gesehen haben. Dies betrifft nicht nur den Klimawandel und den technologischen Wandel, sondern auch die Veränderung der Weltmächte innerhalb der Globalisierung (insbesondere China und die USA: der eine scheint sich mehr nach außen, der andere mehr nach innen zu konzentrieren).

In so einem Marktumfeld, in dem darüber hinaus eine Vielzahl von schnell wachsenden, disruptiven Unternehmen mit sehr hohen Bewertungen gehandelt werden, sind die möglichen Ausgänge vielseitig – von absoluter Marktbeherrschung bis zur Pleite ist alles möglich. Es ist von größerer Bedeutung zu sehen, wer den Markt in fünf Jahren beherrscht und wer verschwinden wird, als die Fähigkeit zu haben, die Geschäftsentwicklungen der nächsten fünf Jahre möglichst genau vorhersehen zu können. Anders gesagt: sich zwischen 1 und 0 zu entscheiden, als zu wissen, wie die 1 genau aussehen wird.

Wenn man es schafft, eine Handvoll Unternehmen zu wählen, aus dem eines ein Superstar-Unternehmen wird (wie bspw. Tesla), verspricht das eine höhere Performance, als eine Handvoll Unternehmen auszuwählen, die sich etwas besser als der Markt entwickeln.

Stimmt die These?

Ehrlicherweise tue ich mich mit dieser Aufgabe schwerer. Und ich bin mir auch noch nicht sicher, ob die Fähigkeit Superstar-Unternehmen zu finden, wiederholbar ist. Eine der prominentesten Vertreterinnen dieses neuen Investmentstils ist Cathie Wood von Ark Invest, die sinngemäß sagt, sie wählt den wahrscheinlichsten Gewinner unter neuen disruptiven Unternehmen und Branchen. Ihre Performance beginnt 2014 und ihre Outperformance gegenüber vergleichbaren Technologie ETFs, wie IShares Russell Growth 2000 oder VGT (Vanguard Technology ETF), resultiert in erster Linie aus ihren Investments in Bitcoin und Tesla (Quelle: Cathie Wood: Deep Dive Into Her 20+ Year Performance History). Auch alle anderen Vertretenden dieses Investmentstils kommen aus den letzten fünf bis sechs Jahren. Es wird spannend zu sehen, ob diese Investierenden eine ähnliche Performance in den nächsten fünf bis sechs Jahren einfahren oder nicht.

Was ist euere Meinung?

GameStop

GameStop – ein Drama in drei Akten?

Dieser Text stammt aus dem Monatskommentar meiner Beteiligungsgesellschaft. Er stellt keine Handlungsempfehlung zum Kauf oder Verkauf dar, bitte beachtet auch den Disclaimer am Ende des Textes.

Was für ein Monat! Große Hedgefonds müssen gestützt werden, Broker lassen einen ausschließlich verkaufen, obsolete Geschäftsmodelle werden zu Milliarden bewertet und ein Trading-Mob zwingt einen zum Nachdenken. Vielen von euch, die sich nicht tagtäglich mit dem Finanzmarkt beschäftigen, wird entgangen sein, dass wir diesen Januar einen der ungewöhnlichsten Monate seit Jahrzehnten hatten. Schon in meinem letzten Schreiben habe ich in einer Fußnote auf das auffällige Verhalten von Nutzern sogenannter Trading-Apps/Neobrokern, wie Robinhood oder in Deutschland Trade Republic, hingewiesen. Was diesen Monat passiert ist, hat mich trotzdem überrascht. Auch wenn der Unterhaltungsfaktor groß ist, sollten wir als Gesamtgesellschaft überlegen, ob wir über diese Entwicklung nicht in einem breiteren Kontext diskutieren müssen. Aber beginnen wir von vorne:

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Update

Podcast: Portfoliomanagment mit Baki Irmak

In Zusammenarbeit mit Tilman von der Good Investing Community ist eine weitere Folge des Gut Investieren Podcast entstanden. In der dreizehnten Episode haben wir noch einmal Baki Irmak vom Digital Leaders Fund zu Gast. Mit ihm sprechen wir über die Frage, wie er seine Titel im Portfolio gewichtet.

Das Gespräch gibt einen großartigen Einblick in die Arbeit eines konzentrierten Fondsmanagers. „Diversifikation ist wichtig, aber irgendwann hat man so viele Positionen, dass die Meinung des Fondsmanagers nicht mehr erkennbar ist.“ lautet die Meinung von Baki Irmak.

Bei dem Gespärch zeigt er noch einmal seinen Investmentansatz, der eine interessante Mischung aus Value Investing und Wachstumsbewertung darstellt, und nach welchen Kriterien gekauft wird – selten wird eine Position komplett verkauft. In seinem Portfolio liegt die normale Positionsgröße zwischen 1% bis 6%. Gleichzeitig spielen makroökonomische Aspekte, wie Branchen- oder Länderallokation,  bei seiner Anlagestrategie eine untergeordnete Rolle. Man kauft nach Expertise und orientiert sich an den Themen, die man versteht. Verkauft wird, wenn man einen Irrtum begannen hat oder eine Sondersituation, z.B. durch Merger, entstanden ist.

Wie managet ein Fondsmanager seine Positionen? Mit Baki Irmak

 

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Was besagt die Aktienquote 100 - Alter

Podcast: Digitale Spuren mit Baki Irmak

In der aktuellen zwölften Folge des Gut Investieren Podcasts sprechen wir mit Baki Irmak vom Digital Leaders Fund über digitale Spuren von Unternehmen, welche man für die Bewertung nutzen kann.

Hintergrund der Frage ist, dass man zuerst einmal das Unternehmen nach Zahlen, Daten, Fakten fragt. Aber kann man den Aussagen eines Unternehmens vertrauen? Um dies zu überprüfen, gibt uns das Gespräch mit Baki Irmak einige Werkzeuge an die Hand. Spannend ist die Aussage, dass eine einfache Kennzahl, der Net Promoter Score, oft zuverlässiger ist, im Gegensatz zu umfangreichen Kundenbefragungen. Grundsätzlich sollte man sich bei allen Daten und Informationen fragen, wie robust die Datenbank dahinter ist. Wie wahrscheinlich ist es, dass die Zahlen und Daten manipuliert sind?

Um weiche Faktoren, wie die Unternehmenskultur oder die Innovationskraft von Unternehmen, zu bewerten, hilft ein Blick auf externe Plattformen, wie https://www.glassdoor.com/ oder https://www.kununu.com/ (Unternehmenskultur) und https://github.com/ (Innovationskraft). Bei Github kann man z.B. überprüfen, wie viele Techies an OpenSource Projekten mitarbeiten.

Für harte Faktoren bei Digitalunternehmen empfiehlt Baki Irmak Traffic und Download Daten. Beim Traffic kann man https://www.alexa.com/ oder https://www.similarweb.com/ nutzen und z.B. überprüfen, wie viel des Traffics organisch oder bezahlt ist. Bei App-Downloads kann man https://www.appannie.com/ oder https://sensortower.com/ nutzen. Hier ist neben den reinen Downloadzahlen das Nutzungsverhalten von Apps (Engagement) interessant. 90 Tagen nach dem Download werden z.B. laut SensorTower nur noch 2% der Apps genutzt. Um die Bindung der App-Nutzer zu überprüfen stellt Baki Irmak eine einfache Kennzahl der Daily Active User im Vergleich zu Monthly Active User (DAU/MAU Ratio) vor. Diese Kennzahl sollte größer als 50% für gute Apps sein. Als Beispiel nennt er die Facebook App, bei der die Kennzahl bei ca. 70% liegt.

Zum Abschluss der Folge zeigt Baki Irmak noch, wie der Digital Leaders Funds die Digitalen Spuren während der Coronakrise genutzt hat.

Weitere erwähnte Werkzeuge waren https://trends.google.com/ und https://socialblade.com/.

Wie findet man die digitale Spur von Unternehmen? Mit Baki Irmak


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Pfleiderer AG

Streitgespräch zum Shiller-KGV

Das Gespräch wurde in einer Investorengruppe, nach der Veröffentlichung eines Interviews des Nobelpreisträger Robert Shiller im Handelsblatt geführt.

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strukturell gefährdete Märkte

Drei Fehlinvestitionen und was ich daraus gelernt habe – Teil 3: Bed Bath & Beyond

Versuch aus deinen Fehlern zu lernen oder besser noch aus den Fehlern von anderen. Aber verurteile denjenigen/diejenige nicht für seine/ihre Fehler, sondern bedanke dich, dass er/sie sie mit dir teilt. Am besten indem du hilfst und über deine Fehler sprichst.

Im Rahmen eines Vortrags im Sommer 2018 habe ich über meine drei besten Fehlinvestments gesprochen und was ich daraus gelernt habe. Diese drei Fehler möchte ich jetzt auch hier mit euch teilen. Hier ist das dritte Video:

 

 

Im ersten Video stelle ich meine Investition in die Pfleiderer AG (über die ich 2012 auch schon mal geschrieben habe) und das Problem von Schulden vor, im zweiten Video spreche ich über die Baumarktkette Praktiker (die ich hier mehrfach erwähnt habe) und einem Anleiheinvestment bei dem ich zu wenig wusste und im dritten und letzten Video spreche ich über die Bed Bath & Beyond Inc und das Problem von strukturell gefährdeten Märkten.

 


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Insolvenz Praktiker

Drei Fehlinvestitionen und was ich daraus gelernt habe – Teil 2: Praktiker

Versuch aus deinen Fehlern zu lernen oder besser noch aus den Fehlern von anderen. Aber verurteile denjenigen/diejenige nicht für seine/ihre Fehler, sondern bedanke dich, dass er/sie sie mit dir teilt. Am besten indem du hilfst und über deine Fehler sprichst.

Im Rahmen eines Vortrags im Sommer 2018 habe ich über meine drei besten Fehlinvestments gesprochen und was ich daraus gelernt habe. Diese drei Fehler möchte ich jetzt auch hier mit euch teilen. Hier ist das zweite Video:

 

 

Im ersten Video stelle ich meine Investition in die Pfleiderer AG (über die ich 2012 auch schon mal geschrieben habe) und das Problem von Schulden vor, im zweiten Video spreche ich über die Baumarktkette Praktiker (die ich hier mehrfach erwähnt habe) und einem Anleiheinvestment bei dem ich zu wenig wusste und im dritten und letzten Video spreche ich über die Bed Bath & Beyond Inc und das Problem von strukturell gefährdeten Märkten.

 


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Pfleiderer AG

Drei Fehlinvestitionen und was ich daraus gelernt habe – Teil 1: Pfleiderer

Versuch aus deinen Fehlern zu lernen oder besser noch aus den Fehlern von anderen. Aber verurteile denjenigen/diejenige nicht für seine/ihre Fehler, sondern bedanke dich, dass er/sie sie mit dir teilt. Am besten indem du hilfst und über deine Fehler sprichst.

Im Rahmen eines Vortrags im Sommer 2018 habe ich über meine drei besten Fehlinvestments gesprochen und was ich daraus gelernt habe. Diese drei Fehler möchte ich jetzt auch hier mit euch teilen. Hier ist das erste Video:

 

 

Im ersten Video stelle ich meine Investition in die Pfleiderer AG (über die ich 2012 auch schon mal geschrieben habe) und das Problem von Schulden vor, im zweiten Video spreche ich über die Baumarktkette Praktiker (die ich hier mehrfach erwähnt habe) und einem Anleiheinvestment bei dem ich zu wenig wusste und im dritten und letzten Video spreche ich über die Bed Bath & Beyond Inc und das Problem von strukturell gefährdeten Märkten.

 


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Lego Investment

Das Lego Investment

Ich habe vor einiger Zeit auf einem anderen Blog und einem YouTube-Kanal gesehen, dass man Lego heute auch als Investment bezeichnen darf. Ich musste dabei schmunzeln, weil ich scherzhaft öfter zu meiner Frau sage, dass Lego mir ungefähr die gleiche Rendite bringt wie meine Aktieninvestments. Allerdings kaufe ich Lego Sets nicht um sie im Karton im Keller zu konservieren, sondern als eines meiner liebsten Hobbys: Ich kaufe nur aus der Lego Creator Expert Häuser Serie, baue sie auf und stelle sie mir ins Regal. Weiterlesen

Trying too hard Dean Williams

„Trying too hard“ von Dean Williams

Vor einiger Zeit bin ich in meinem Archiv erneut auf einen Vortragstext von Dean Williams gestoßen, welchen er 1981 als Ersatz für Dave Broder am Rockford College gehalten hat. Ein Text, den ich jetzt ein zweites Mal gelesen habe, und der mich wieder zum Schmunzeln und Nachdenken gebracht hat. Viel mehr kann man von einem guten Vortrag nicht erwarten. Weiterlesen