Warnung vor der BizNet Class und Questra World!

Am Donnerstag wurde ich über Facebook von einem gewissen Daniel J. angeschrieben. Dieser hat mich für die BizNet Class (hier Videos) umworben, welche von einem Sven F.  initiiert wurde. Die BizNet Class ist ein klassisches Schneeballsystem bzw. ein Ponzi Scheme. Sie steht in Verbindung zu der Questra World respektive der Questra Holding. Es werden 20-30% Rendite pro Monat versprochen und dass sich die Rendite erhöht, umso mehr „Mitglieder“ man wirbt. Allerdings konnte mir keiner aus der BizNet Class Gemeinschaft die einfache Frage: „Wie verdient ihr Geld?“ beantworten.

Ich bin nicht der Erste, der davor warnt. Neben einigen Anwälten und Homepages, warnen auch mehreren Finanzaufsichtsbehörden (z.B. Belgien oder Österreich) vor der BizNet Class.

Finanzoo

Das Scoring-Modell von www.finanzoo.de

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Nicht erst seit den Erfolgen von Warren Buffet mit Investmentmethoden der fundamentalen Aktienanalyse, beschäftigen sich immer mehr institutionelle und private Anleger mit Fragen der analytischen Auswertung von Unternehmensbilanzen. Bereits Mitte des letzten Jahrhunderts hat Benjamin Graham hierzu eine wissenschaftliche Ausarbeitung in Form seines Buchs Intelligent Investieren (Orginal: The Intelligent Investor) vorgelegt. Im folgenden Artikel wird die Methode der fundamentalen Aktienanalyse beschrieben und ein Ansatz zur Umsetzung über das automatisierte Scoring-Portal www.finanzoo.de aufgezeigt.

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Voraussetzungen für einen aktiven Fonds

Was sind die Voraussetzungen für einen guten aktiv gemanagten Fonds

Ich mache mir seit längerem Gedanken darüber, was die Voraussetzungen für einen guten aktiv gemanagten Aktienfonds sind. Grundsätzlich sind die meisten meiner Leser selbst in Einzeltitel investiert oder verfolgen die Strategie in ETFs zu investieren. Von beidem möchte ich niemanden abhalten. Ich werde aber oft damit konfrontiert.

Wieso braucht man aktives Fondsmanagement?

Viele Leute haben die Erfahrung gemacht, dass aktive Fonds, meistens von ihrem Berater empfohlen, es nicht schaffen ihren Vergleichsindex zu schlagen. Und, das stimmt! Die meisten Fonds haben es nicht geschafft über eine lange Periode ihren Index zu schlagen. Trotzdem glaube ich, dass ETFs nicht das Wundermittel für alle Zeiten sind. Bei einigen Kommentaren, Foren und Blogs, die ich lese, könnte man aber zu dieser Meinung kommen.

Aus meiner Sicht gibt es eine große negative Veränderungen im ETF-Markt: Umso beliebter sie werden, und, das werden sie derzeit, umso größer ist ihr systematisches Risiko und umso ineffizienter werden die Märkte.

Wenn sich der Großteil der Investoren nur auf wenige große Titel in den Indizes konzentrieren und diese im Verhältnis zu den nicht im Index enthaltenden Unternehmen immer teurer werden, dann ist das nicht gut. Wenn dazu der Großteil der Investoren noch prozyklisch ist, dann haben wir eine Kombination, die Index-ETFs weniger rentabel machen, als sie es in der Vergangenheit waren. Aus diesem Grund bin ich der Meinung, dass aktiv gemanagte Fonds durchaus eine Daseinsberechtigung haben und, richtig ausgewählt, auch besser sind als ETFs.

Die Frage ist nun, was sind gute Kriterien für einen aktiven Fond?

Ich habe die Frage u. A. hier auf meiner Seite gestellt. Benjamin Graham hat sinngemäß gesagt: „Investments sind dann am klügsten, wenn sie wie das Geschäft eines Kaufmanns getätigt wurden.“ Man kann dies auch auf aktive Fondsmanager anwenden: Aktive Fondsmanager sind dann am besten, wenn sie sich wie Geschäftsmänner verhalten. Ich übersetze das für mich mit einem Value Investing Stil. Das gilt natürlich nicht allumfassend, aber ich denke, dass das wertorientierte Investieren in all seinen Ausprägungen ein erstes Anzeichen für einen guten aktiven Fonds ist.

Als wichtigstes Kriterium wurden häufig die Kosten genannt. Und die Kosten als objektives Kriterium sind wichtig. Zwar kann man argumentieren, dass man sich nur die Rendite nach Kosten ansehen sollte, da mit Ausnahme des Ausgabeaufschlages, diese alle Kosten enthält.

Aber dies ist nur ein Blick in die Vergangenheit. Und auch wenn die vergangene Performance, vor allem in einer rollierenden 3 und 5 Jahresrendite, im Vergleich zum Index stets positiv sein sollte, sind geringe Kosten ein Zeichen für ehrliches Fondsmanagement. Insbesondere in schlechten Zeiten, die es bei jedem aktiven Fonds gibt, dürfen die Kosten, aufgrund des Zinseszinseffekts, nicht zu viel des angelegten Investments aufzehren.

Auch ist bei einem aktiven Fondsmanagement der Fondsmanager, bzw. das Fondsmanagement-Team, wichtig. Hier gibt es jetzt zwei Ansichten:

  • Die einen, die sagen: ein Fondsmanager sollte alleine die Entscheidungen treffen, da er dann auch alleine die Verantwortung trägt. Hier gilt es auf die Länger der Zugehörigkeit zum Fonds, die Karriere (bei wem hat er zuvor gearbeitet) und die Beteiligung mit eigenem Geld am Fonds zu achten.
  • Die anderen, die sagen: das Fondsmanagement sollte ein Team sein, damit das Ausscheiden eines einzelnen Teammitglieds keine bösen Überraschungen mit sich bringt.

Als weitere wichtige Kriterien wurden eine flexible Anlagepolitik und das Wertpapieruniversum angegeben. Unter der Prämisse, dass der Fonds wertorientiert investiert, kann ich dem nur zustimmen. Umso größer das Anlageuniversum, umso besser kann der Fondsmanager auf zukünftige Entwicklungen reagieren. Auf lange Sicht muss sich der Fondsmanager anpassen können, d.h. den Fokus nur auf eine bestimmte Region oder Branche zu legen, ist nicht zielführend.

Des Weiteren habe ich öfter gehört, dass die Transparenz wichtig ist. Transparenz hinsichtlich der Kosten, der Anlagestrategie, der Kommunikation mit allen Investoren und des Portfolios. Transparenz kann zwar negative Seiten haben, dann wenn sich der Fondsmanager von ihr beeinflussen lässt, oder andere Investoren von ihr so beeinflusst werden, dass sie auf Kosten des Fonds investieren. Grundsätzlich zeigt Transparenz aber die Qualität der Fondsmanagements und mach sein Handeln überprüfbar.

Zudem sollte der aktive Fonds folgende weitere Eigenschaften haben:

  • wenig Turnover
  • einen gewissen Grad an Diversifikation, aber nicht zu stark
  • keine Derivate und Wertpapierverleihgeschäfte
  • Kontinuität der Performance gegenüber seiner Vergleichsgruppe
  • niedriges Sharp Ratio (Rendite im Verhältnis zum Risiko in Form von Volatilität)
  • maximaler Rückgang/Performance in Crashzeiten
  • Star Fondsmanager (kein Allheilmittel)
  • Unabhängigkeit, insbesondere von Finanz-Institutionen, wie Banken
  • gute Anreize/Bonussystem für die Fondsmanager (faire Performance-Fee)
    • Erfolgsvergütung wird teilweise aber auch als Abzocke gesehen.
  • die richtigen Investoren

An dieser Stelle möchte ich mich für die Rückmeldungen von euch noch einmal bedanken: Danke!

Falls euch noch weitere Punkte einfallen, ich würde mich freuen sie zu hören.

SimFin Screenshot Startseite

Eine Idee: SimFin

Heute möchte ich euch eine Idee eines ehemaligen Kommilitonen und guten Freund von mir vorstellen. Unter anderem einer der Mitbegründer des Investment Clubs „SFG Value“ aus dem diese Seite hervorgegangen ist.

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Schnäppchen beim Investieren

Wenn der Fokus auf Schnäppchen beim Investieren zu weit geht

Anleger sollten sich bei der Suche nach Investitionsmöglichkeiten mit überdurchschnittlichen Renditen in Acht nehmen. Wie sich zeigt, sind nämlich die günstigsten Papiere oft nicht immer die besten.

Wallstreet Strassenschild

Der Zusammenhang zwischen Kursschwankungen und Risiko

Es stimmt, dass man ohne Risiko an der Börse keinen Gewinn machen kann. Als Risiko wird im Allgemeinen die Unsicherheit von Merkmalen, Ereignissen, Zuständen oder Funktionen bezeichnet. Beim Investieren bezeichnet Risiko die Unsicherheit das eingesetzte Kapital mit ausreichend Gewinn zurückzubekommen. Allerdings hat sich in der Finanzwelt eine andere sehr eingeschränkte Bedeutung des Begriffs ‚Risiko‘ entwickelt. Er wird gleichgesetzt mit der Kursschwankung eines Wertpapiers – der Volatilität. Auch wenn es eine Beziehung zwischen den Kursschwankungen und dem Investitionsrisiko gibt, ist der Zusammenhang nicht hinreichend. Die Unsicherheit über die Kursschwankung spielt ausschliesslich für den Spekulanten eine Rolle.

betriebliche Altersvorsorge

Ist die fondsgebundene Direktversicherung ein Value Investment?

Nachdem ich Ende des letzten Jahres die Petition „Altersvorsorge mit Wertpapierdepots“ unterstützt habe und ich kein Vertrauen in das Umlageverfahren habe, setzte ich mich jetzt mit anderen Möglichkeiten der Altersvorsorge auseinander. Dabei erschien mir die fondsgebundenen Direktversicherung als betriebliche Vorsorge sinnvoll. Ein Grund dafür ist die Steuerverschiebung. Ähnlich dem Vorschlag der Petition sind die Einzahlungen vom Bruttolohn zu tätigen und erst bei der Auszahlung zu versteuern.

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Nebenwerteportfolio

Value Nebenwerte meiner Leser

Letzte Woche habe ich einen Aufruf gestartet mir Nebenwerte aus euren Portfolien zu schicken, die ihr für Value Titel haltet. Der Rücklauf war sehr gut, so dass ich eine ordentliche Liste zusammen bekommen habe.

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Small vs Large Caps

Small vs. Large Caps

Value Investoren können grob in zwei Kategorien eingeteilt werden:

  1. Investoren, die kleinere Werte (Small Caps) bevorzugen und sich dort einen informativen Vorteil verschaffen.
  2. Situationsinvestoren, die lieber in grosse und bekannte Unternehmen (Large Caps) investieren, sobald diese durch besondere Umstände kurzzeitig unterbewertet sind. Weiterlesen
Insolvenz Praktiker

Die Praktiker Pleite: Was Anleger jetzt tun können

Nach der Gewissheit eines Insolvenzverfahrens bei Praktiker stellen sich viele Anleger die Frage: Wie weiter? Weiterlesen