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wertorientiertes Investieren

7 Vor- und Nachteile von Value Investing

Einfach, aber nicht leicht

  1. Value Investing ist einfach zu verstehen. Der Grundsatz des Value Investing ist weniger zu bezahlen, als man bekommt. Wenn man diesen Grundsatz nicht nur auf den Buchwert bezieht, gilt dies übrigens für jede Art der Investition. Zumindest kenne ich niemanden, der sagt, ich investieren in XY, da XY mehr kostet, als es wert ist. Schlichtes Value Investing nach dem obigen Prinzip kann auch einfach als Investieren bezeichnet werden. Nach diesem Verständnis gibt es keinen Widerspruch zwischen Growth Investing und Value Investing. Der Value Investing Chronicle hat dies einmal sehr schön dargelegt. Wenn man einen Gegensatz zum Value Investing sucht, ist es eher das technische Investieren oder Spekulieren, bei dem man den Wert eines Objektes nicht kennt, sondern rein nach Regeln und Verläufen des Wertpapierkurses sein Geld versucht anzulegen.
  2. Value Investing ist nicht leicht, hat aber einen hohen Lerneffekt. Leider ist Value Investing zwar einfach zu verstehen, aber nicht leicht umzusetzen. Um den Wert eines Objektes besser zu verstehen, muss man viel Wissen, Erfahrung und ausreichend Zeit mitbringen. Die meisten Anleger scheitern, weil sie nicht ausreichend Wissen und Erfahrung besitzen und nicht die Geduld mitbringen, die ein guter Investor braucht, um zu lernen.

Immer gegen den Strom schwimmen

  1. Professionelle Investoren haben beim Value Investing keinen oder nur einen marginalen Vorteil gegenüber privaten Investoren. Value Investing ist langfristig ausgerichtet. Die Finanzbranche wir jedoch jährlich, quartalsweise, monatlich, täglich gemessen. Wer als Fondsmanager über einen relativ kurzen Zeitraum nicht performt, verliert Anlegergelder und Ultimo Ratio seinen Job. D.h. professionelle Investoren können nur in seltenen Fällen eine Schwächephase aussitzen und sind viel stärker Situationsgetrieben.
  2. Value Investoren müssen sich oft gegen die Meinung der Mehrheit der Investoren stellen. Um in ein unterbewertetes Unternehmen zu investieren, muss die Mehrheit der Investoren anderer Meinung sein als man selbst. Dies macht Value Investing emotional aufreibender und schwieriger, als zum Beispiel Momentum- Investing.

Aufwand, Missverständnisse und Voreingenommenheit

  1. Value Investing ist mit relativ großem Aufwand verbunden. Zwar sind die direkten Kosten, aufgrund von relativ wenigen Transaktionen und keinen laufenden Gebühren relativ günstig. Im Vergleich zu passiven ETF-Portfolien, beschäftigt man sich aber viele Stunden mit einzelnen Unternehmen, um deren Geschäftsmodell und ihren Wert besser zu verstehen. Man braucht viel Zeit, um die Geschäftsberichte zu lesen, das Unternehmen zu analysieren und sein Portfolio aufzubauen. Insbesondere Privatanleger mit einem Vollzeitjob haben hier einen Nachteil gegenüber professionellen Investoren.
  2. Value Investing wird oft falsch verstanden. Insbesondere, wenn man das erste Mal mit Value Investing in Kontakt kommt, wird es oft als Investieren nach dem Buchwert beschrieben. Dies liegt zum einen an Grahams Beschreibung von Net-Net-Aktien. Aktien, die zu weniger als ihr Umlaufvermögen gehandelt werden. Dies passiert regelmäßig an der Börse. Im Gegensatz zu Grahams Zeiten ist bei den meisten Net-Net Unternehmen heute aber der Wurm drin. Zum anderen wird in der weitverbreiteten Finanzmarkttheorie «Three-Factor-Modell» von Fama und French einer der Faktoren «high (Buch-Marktwert-Verhältnis) minus low» oft als Growth minus Value Faktor bezeichnet, so dass ein niedriger Buchwert mit einem Value Investment gleichgesetzt wird. Dies ist falsch. Philp Fischer, Charlie Munger und Warren Buffett haben das Value Investing weiterentwickelt, wobei die Frage bleibt, ob Value Investing nicht einfach nur Investieren ist.
  3. Value Investing verleitet zu Voreingenommenheit und Fehlverhalten. Value Investoren, bzw. aktive Investoren, sehen sich als besser an als der Durchschnitt. Das kann aber für die Mehrheit der aktiven Investoren nicht sein. Aus diesem Grund müssen sich viele aktive Investoren selbst belügen. Ansonsten wäre die logische Schlussfolgerung und damit das richtige Verhalten in passive ETFs zu investieren.
Unternehmen mit Netzwerk-Effekten

Die besten Unternehmen haben versteckte Netzwerke

Als Value Investor sollte man sich immer die Frage stellen: Was macht ein gutes Unternehmen aus? Die Antwort ist relativ einfach: Unternehmen mit einem Wettbewerbsvorteil – von Warren Buffett als Burggraben bezeichnet. Dieser Burggraben kann von sehr klein bis gigantisch reichen und in seiner Art und Weise stark variieren.

So können Burggräben natürlich sein, wie zum Beispiel bei Versorgungsunternehmen. Sie können technische sein, wie zum Beispiel durch Erfindungen und Patente. Sie können regulatorisch sein, wie zum Beispiel durch Gesetzgebung oder Normen. Sie können durch Marken entstehen oder durch Netzwerk-Effekte.

Netzwerk-Effekte bilden starke Wettbewerbsvorteile

Als Netzwerk-Effekt bei Unternehmen wird ein veränderter Nutzen für den Kunden beschrieben, wenn sich die Anzahl der Kunden verändert. Sie können sowohl positiv als auch negativ sein. Für den Wettbewerbsvorteil konzentriert man sich auf den positiven Netzwerk-Effekt: Mehr Kunden = mehr Nutzen. Der Einfachheit halber vermische ich hier die Begriffe positiver Netzwerk-Effekt und positiver Feedback-Effekt. Der positive Feedback-Effekt besagt, dass durch eine höhere Anzahl Nutzer der Wert eines Netzwerkes steigt. Dieser Anstieg führt dazu, dass neue Nutzer dem Netzwerk beitreten.

Unternehmen mit diesen Effekten haben ein sich selbstverstärkendes Geschäftsmodell, lassen sich oft als Kreislauf darstellen und tendieren zu Monopolen. Dies macht sie aus gesellschaftlicher Sicht oft negativ, als Investor aber sehr attraktiv. Zu den Unternehmen mit einem selbstverstärkenden Geschäftsmodell gehören viele Unternehmen der New-Economy.

Beispiele für Unternehmen mit Netzwerk-Effekt

Neben klaren Netzwerkmodellen wie Alphabets Suchmaschine Google und das soziale Netzwerk Facebook, haben auch Unternehmen wie Microsoft, Amazon oder Netflix starke Netzwerk-Effekte.

Microsoft

Microsoft Office hat unter den Bürodatenverarbeitungs-Programmen mit Word, Excel und Power Point die meisten Nutzer. Deshalb bilden Schulen und Universitäten in Kursen zur Informationsverarbeitung auf diesen Programmen aus und Unternehmen setzten diese Kenntnisse voraus. Das erhöht wiederum die Nutzeranzahl und führt dazu, dass weiter auf diesen Programmen ausgebildet wird. Selbst wenn andere Programme gratis auf den Markt kommen, ist der Wechsel für den Nutzer mit hohen Kosten verbunden und senkt die Kompatibilität mit außenstehenden Nutzern. Dieser Netzwerkeffekt ist sicherlich mit einer der Gründe, warum Microsoft und viele andere Softwareunternehmen viele ihrer Programme Schulen und Universitäten gratis zur Verfügung stellen.

Amazon

Ein Kreislauf ist auch bei Amazon, dem größten Marktplatz der Welt, zu finden. Die Größe der Plattform erhöht die Attraktivität für Verkäufer, da sie dadurch die meisten Kunden finden, was das Angebot erhöht und damit die Attraktivität für Kunden erhöht, was wiederum die Attraktivität der Plattform für Verkäufer erhöht – ein selbstverstärkender Effekt. Ähnlich verhält es sich auch bei eBay und anderen Handelsplattformen, die eine Nische dominant besetzen.

Netflix

Ein nicht ganz so offensichtlicher Kreislauf lässt sich auch bei Netflix feststellen. Netflix ist der größte Streaming-Anbieter der Welt. Damit hat man das größte Budget, um viele Inhalte einzukaufen oder gar selbst zu produzieren, was wiederum die Attraktivität für Zuschauer erhöht, ihre Anzahl und Zahlungsbereitschaft und damit das Budget, um Inhalte einzukaufen. Allerdings wird Netflix in den nächsten Jahren von einem noch größeren Inhaltsanbieter mit noch größerem Budget herausgefordert. Der Disney-Konzern hat angekündigt, mit dem auslaufenden Netflix-Vertrag 2019 einen eigenen Streamingdienst mit exklusiven Disney-Inhalten zu starten oder seine Inhalte über andere Dienste als Netflix direkt zu vermarkten.

Offensichtliche Netzwerke vs. weniger offensichtliche Netzwerke

Wichtig ist es, nicht nur nach offensichtlichen Netzwerken, bei denen das Geschäft durch einen Beitrag vom Nutzer entsteht, zu suchen. Netzwerke, wie Facebook, Twitter, Instagram und Co, bei denen der Nutzer direkt für den Inhalt verantwortlich ist, sind offensichtlich. Der Angriff eines Konkurrenten geht immer direkt gegen das Netzwerk. Nicht grundlos hat sich Facebook Instagram einverleibt. Netzwerke, wie Microsoft Office oder Netflix, sind dagegen weniger offensichtlich. Angriffe der Konkurrenz kommen eher über den Preis oder die Qualität ihres Produktes, wie OpenOffice oder Hulu, und sind eher zum Scheitern verurteilt.

Was ist eure Meinung zu Wettbewerbsvorteilen bei Unternehmen und von Netzwerk-Effekten?
Die Lehr- und Wanderjahre eines Value Investors

Rezension: Die Lehr- und Wanderjahre eines Value Investors

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Heute möchte ich euch «Die Lehr- und Wanderjahre eines Value-Investors: Mein ganz persönlicher Weg zu Reichtum und Weisheit» von Guy Spier vorstellen. Den Tipp habe ich von einem ehemaligen Kollegen bekommen und dafür bin ich sehr dankbar. Es ist eines der besten Finanzbücher, die ich in letzter Zeit gelesen haben. Es ist wunderbar kurzweilig und regt zum Nachdenken an.

Was das Buch von vielen anderen Finanzbücher unterscheidet, ist, dass es keine allgemeingültigen und konkreten Finanztipps gibt, sondern ein persönlicher aber nützlicher Erfahrungsbericht von Guy Spier ist. Das Buch ist bewusst keine Anleitung zum richtigen Investieren oder ein Ratgeber. Trotzdem lassen sich aus diesen individuellen Erfahrungen sehr allgemeingültige Grundsätze für das Investieren ableiten. Hier einige wunderbare Zitate, die einem einen Eindruck von dem Buch vermitteln und die ich mir während des Lesens markiert habe:

Zitate aus dem Buch

«Ich habe im Lauf der Zeit entdeckt, dass es beim Investieren um viel mehr geht als nur um Geld.»

«Wir möchten immer gerne glauben, dass wir unsere Umwelt beeinflussen, aber die Wahrheit ist, dass sie uns beeinflusst.»

«Wenn aber das Nachahmen eine angeborene Fähigkeit des Menschen ist, dann ist es umso wichtiger, sorgsam darauf zu achten, wen wir nachahmen.»

«Um ein guter Investor zu werden, müsste ich also mich selbst als Außenseiter akzeptieren.»

«In jedem Fall sind Nichtstun und Geduld fast immer die ratsamste Handlungsweise für Investoren am Aktienmarkt.»

«Manche Geschäfte sind erfolgreich, weil sie eine Sache richtig machen; aber die meisten sind erfolgreich, weil sie eine ganze Menge kleiner Dinge richtig machen.»

«Er [Anm. d. Autor: Warren Buffett] tut nicht nur das Richtige, sondern er tut das, was er für richtig hält.»

«Die Finanzkrise hatte mir gezeigt, dass Investmenterfolg nicht nur daraus besteht, tolle Aktien zum Kaufen zu finden.»

«Während der Finanzkrise sah ich klarer denn je, welche ungesunde Sucht das Bloomberg-Terminal geworden war.»

«Es ist tatsächlich schwer, gut zu investieren, wenn das Leben des Investors außerhalb der Investmentwelt aus dem Gelichgewicht geraten, ein totales Chaos oder völlig vernachlässigt und praktisch nicht vorhanden ist.»

«Ebenso entdeckte ich meine Freude am Spielen wieder, nicht zuletzt, weil die Finanzkrise mir gezeigt hatte, wie wichtig es ist, zu spielen und mich selbst nicht zu ernst zu nehmen.»

«Finanzberichte zu lesen ist eher eine Kunst als eine Wissenschaft.»

«Ich kaufe und verkaufe keine Aktien, solange der Markt offen ist.»

«Ich persönlich will nicht in Unternehmen investiere, welche die Gesellschaft schlechter machen, auch wenn ihre Produkte legal sind.»

«Menschen wie ich – die sich damit brüsten, klug und gebildet zu sein – sind besonders anfällig für diese Art narzisstischer Hybris [Anm. d. Autors: gemeint ist, bei besonders komplizierten Investments schlauer zu sein als der Markt].»

«Am meisten lernt man, indem man sich mit den richtigen Menschen umgibt.»

«Indem man sich darauf konzentriert, andern zu helfen, hilft man sich am Ende auch selbst.»

Fazit

Und das waren nur einige wenige derjenigen Zitate, die ich mir notiert habe. Ich würde das Buch nicht als Pflichtlektüre bezeichnen, dafür ist es insbesondere für Anfänger zu unkonkret. Aber es ist eines der besten weiterführenden Finanzbücher, die ich bisher gelesen haben.

Links: Was ich diese Woche gelesen habe.

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Diese Woche ist mir, dass Buch „Das hier ist Wasser / This is Water“ von David Foster Wallace beim Aufräumen wieder in die Hände gefallen. Ich habe es von einem Arbeitskollegen zu Weihnachten bekommen. Der Text ist 26 Seiten kurz und die Abschlussrede des Kenyon College von David Forster Walllace 2005 (hier die Youtube Aufzeichung). Ein wunderbares Geschenk! Danke noch einmal dafür.

Was mir sonst noch positiv aufgefallen ist:

Der ETF-Sparplan für Kinder, der mich zu meinem Artiekl „Meine 1-jährige Tochter, die Aktionärin“ inspiriert hat.

Für meine Schweizer Leser bzw. auch für alle anderen von der Thematik grundsätzlich relevant, ein Artikel über die Vorsorge per 3. Säule. Die App „VIAC“, die in dem Artikel erwähnt wird, hat ein Bekannter entwickelt.

Links: Was ich diese Woche gelesen habe.

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Da meine Frau diese Woche auf Geschäftsreise war, hatte ich etwas mehr Zeit zu lesen und habe mit Guy Spiers „Die Lehr- und Wanderjahre eines Value-Investors: Mein ganz persönlicher Weg zu Reichtum und Weisheit“ angefangen. Die ersten Kapitel sind toll zu lesen und ich kann seine Entwicklung gut nachvollziehen.

Was mir sonst noch positiv aufgefallen ist:

Ein Gast-Artikel auf Florians Seite über die Sparquote.

Die Dollar-Street (ENG), welcher zur einem besseren Verständnis von Statistiken führen soll. Sie zeigt in Bildern, wie Menschen nach Einkommen sortiert überall auf der Welt leben. Interessant ist, dass sich die Bildern je nach Einkommensschicht und nicht nach Region/Kultur stark ähneln.

Links: Was ich diese Woche gelesen habe.

Da mein Buch diese Woche gesetzt wurde, habe ich viel Korrektur gelesen 🙂

Was mir sonst noch positiv aufgefallen ist:

Tweet von Christian W. Röhl zum Thema Monaten mit Kursverlusten

Ein Video von John Oliver über Kryptowährungen (ENG)

Huffington Post: Wie man die Lotterie schlagen kann (ENG)

Links: Was ich diese Woche gelesen habe.

Neben der neuen Kategorie „Monatskommentar“, werde ich ab sofort wöchentlich Artikel und Nachrichten posten, die ich in der Wochen spannend gefunden habe.

Für diese Woche:

Buffett‘s Shareholder Letter 2017 (ENG)

Etwas über die Tulpenblase (ENG)

Was tun, wenn man Amazon, Google, Facebook und Apple verpasst hat.

Die Performance von Buffett ist  laut Meb Faber auf 2 Jahre der letzten 9 Jahre zurückzuführen. (ENG)

Update: Value Nebenwerte meiner Leser

Vor mehr als vier Jahren habe ich einen Aufruf gestartet, mir Ideen für ein Nebenwerte-Portfolio zu zuschicken:

«Da ich mich seit dem Artikel „Small vs. Large Caps“ auf Nebenwerte konzentrieren möchte und ich sehr positive Rückmeldungen zu meiner Unternehmensanalyse: KSB AG bekommen habe, wollte ich euch fragen, welche Nebenwerte ihr im Portfolio haltet, damit ich sie mir einmal anschauen kann? Mir ist wichtig, dass das Unternehmen seit mindestens 10 Jahren Geschäftsberichte publiziert und ihr es für einen Value Titel haltet. Ich freue mich auf all eure Vorschläge!»

Damals ist eine ganz ansehnliche Liste herausgekommen. Jetzt wollte ich einmal sehen, was aus den Unternehmen geworden ist und wie sich die Werte entwickelt haben?

Liste der Value Nebenwerte meiner Leser:

Name Branche 15.02.2018 23.11.2013 Performance
Fabasoft Software 14,25 2,81 408%
Data Modul AG Flachdisplays 72,40 17,79 307%
Reply IT-Dienstleister 50,05 13,01 285%
MGI coutier Autom.zulieferer 32,10 9,00 257%
Einhell Germany AG Werkzeughersteller 95,40 30,75 210%
MF Berthold Hermle Vz Maschinenbau 360,00 156,65 130%
Gerard Perrier Ind. SA Industrie 59,80 27,00 121%
Helma Fertighäuser 39,55 19,55 102%
Groupe Thermador Händler 128,00 66,40 93%
MS Industrie AG Maschinenbau 4,38 2,30 90%
Sekt Wachenheim Getränke 20,50 10,82 89%
Plastic Ommnium Autoteile 40,13 21,84 84%
M.A.X. Automation AG Industrie 8,88 4,87 83%
Amadeus Fire AG Personaldienstleister 84,80 49,49 71%
L. Farma. Rovi SA Pharma 16,10 9,38 72%
Borussia Dortmund Fußball 5,61 3,45 62%
Deutsche Balaton Beteiligungsgesellschaft 18,60 12,85 45%
DO + CO AG Catering 52,40 37,51 40%
EVN AG Versorger 16,10 11,75 37%
Eckert & Ziegler AG Medizintechnik 36,45 29,00 26%
Caltagirone Editore Medien 1,33 1,19 12%
Titan Cement CO. Zementhersteller 23,30 22,50 4%
Esprinet S.p.A. IT-Grosshandel 4,37 5,19 -16%
Sto AG Vz Farben, Putze & Lacke 122,20 144,70 -16%
CENTROTEC Sus. AG Energiespartech. 14,62 19,11 -23%
Apollo Group Dienstleister Verkauf für 10,00 26,40 -62%
Astaldi Bildungsdienstleister 2,56 7,30 -65%
Leading Brands INC Getränkeabfüller 1,41 4,30 -67%
Deutsche Forfait AG Finanzdienstleister 0,55 42,10 -99%
ITT Educational Bildungsdienstleister Pleite 38,92 -100%
Portfolio       73%
 DAX Performance 12396,80 9219,04 0,34%
 MSCI TR EUR 245,26 160,01 0,53%
 S&P TR 500 5273,43 3230,54 0,63%

Die Performance des Portfolios ist beeindruckend, wenn auch im Vergleich zu den drei Indizes unfair, da hier Small Caps mit Large Caps verglichen werden. Trotzdem mit 8 von 30 Titeln, die sich mehr als verdoppeln konnten und nur zwei Totalausfällen, ist die Auswahl beeindruckend.

Die operative Entwicklung der Value Nebenwerte:

Umsatz Gewinn
Name 15.02.2018 23.11.2013 Wachstum 15.02.2018 23.11.2013 Wachstum
Fabasoft 28,43 23,15 23% 1,63 0,24 574%
Data Modul AG 197,08 146,71 34% 10,23 3,24 216%
Reply 800,32 574,46 39% 67,54 34,45 96%
MGI coutier 963,64 663,80 45% 86,41 36,97 134%
Einhell Germany AG 487,21 416,29 17% 9,34 2,09 348%
MF Berthold Hermle Vz 393,95 305,89 29% 73,85 45,53 62%
Gerard Perrier Ind. SA 157,11 143,06 10% 10,77 9,33 15%
Helma 263,84 138,02 91% 13,50 5,61 141%
Groupe Thermador 231,40 205,65 13% 20,62 19,98 3%
MS Industrie AG 237,50 179,78 32% 4,46 1,98 126%
Sekt Wachenheim 293,18 306,96 -4% 10,19 9,71 5%
Plastic Ommnium 5857,25 4335,15 35% 312,11 193,21 62%
M.A.X. Automation AG 337,14 270,10 25% 8,32 10,16 -18%
Amadeus Fire AG 173,30 142,06 22% 19,00 14,70 29%
L. Farma. Rovi SA 266,73 218,95 22% 26,09 23,02 13%
Borussia Dortmund 376,26 305,03 23% 29,19 50,82 -43%
Deutsche Balaton 160,17 178,73 -10% -0,53 53,59 N/A
DO + CO AG 916,47 576,19 59% 28,25 22,81 24%
EVN AG 2046,60 2105,90 -3% 156,40 109,30 43%
Eckert & Ziegler AG 137,94 117,14 18% 9,55 9,04 6%
Caltagirone Editore 147,02 174,70 -16% -62,44 -75,43 N/A
Titan Cement CO. 1509,15 1127,94 34% 127,44 -36,07 N/A
Esprinet S.p.A. 3042,33 2002,96 52% 26,67 23,10 15%
Sto AG Vz 1230,67 1166,01 6% 46,01 68,77 -33%
CENTROTEC Sus. AG 575,46 525,43 10% 21,59 24,29 -11%
Apollo Group 2101,85 3635,92 -42% -84,55 248,53 N/A
Astaldi 2851,83 2381,41 20% 72,46 67,34 8%
Leading Brands INC 0,79 17,24 -95% -1,30 0,59 N/A
Deutsche Forfait AG 0,00 13,64 -100% 0,00 -12,56 N/A
ITT Educational 0,00 1072,31 -100% 0,00 -27,02 N/A
Portfolio 859,49 782,35 10% 34,76 31,24 20%

Hier ist auffällig, dass die operative Entwicklung im Schnitt hinter der Aktienkurs Entwicklung zurückgeblieben ist. Das gilt nicht für alle Unternehmen, wie die Fabasoft, aber für die meisten. Von den Top 10 hat sich bei 8 Unternehmen der Gewinn schlechter entwickelt als der Aktienkurs. Deutlich wird dies auch am KGV. Zudem habe ich hier noch die Entwicklung des Eigenkapital dargestellt.

KGV und Eigenkapital-Entwicklung der Value Nebenwerte:

Name 15.02.18 23.11.13 % 15.02.18 23.11.13 % 15.02.18 23.11.13 %
Fabasoft 87,26 116,39 -25% 12,98 13,77 -6% 47% 50% -6%
Data Modul AG 24,96 18,66 34% 70,03 42,13 66% 68% 50% 35%
Reply 27,72 14,06 97% 337,02 211,81 59% 44% 39% 13%
MGI coutier 9,93 6,51 53% 362,17 185,11 96% 53% 48% 10%
Einhell Germany AG 38,54 55,64 -31% 162,20 155,79 4% 50% 50% 0%
MF Berthold Hermle Vz 24,38 17,20 42% 229,92 185,16 24% 74% 72% 4%
Gerard Perrier Ind. SA 22,06 11,39 94% 67,85 47,93 42% 50% 46% 9%
Helma 11,72 10,57 11% 80,12 27,86 188% 29% 20% 41%
Groupe Thermador 27,93 14,18 97% 173,08 135,39 28% 77% 75% 3%
MS Industrie AG 29,33 34,76 -16% 51,87 41,11 26% 34% 26% 28%
Sekt Wachenheim 15,94 8,83 81% 143,17 119,66 20% 48% 38% 27%
Plastic Ommnium 19,01 16,55 15% 1480,04 870,36 70% 29% 27% 8%
M.A.X. Automation AG 28,60 12,83 123% 110,83 94,03 18% 36% 32% 14%
Amadeus Fire AG 23,20 17,50 33% 45,02 40,73 11% 62% 66% -6%
L. Farma. Rovi SA 30,86 20,37 51% 183,41 144,46 27% 64% 61% 4%
Borussia Dortmund 17,68 4,24 317% 309,54 140,03 121% 73% 46% 57%
Deutsche Balaton N/A 2,67 N/A 229,99 224,45 2% 55% 64% -13%
DO + CO AG 18,07 16,02 13% 204,13 165,14 24% 33% 47% -31%
EVN AG 18,31 19,14 -4% 2510,90 2837,50 -12% 38% 39% -2%
Eckert & Ziegler AG 20,18 16,97 19% 105,19 83,49 26% 53% 47% 13%
Caltagirone Editore N/A N/A N/A 472,33 625,64 -25% 75% 74% 1%
Titan Cement CO. 14,09 N/A N/A 1447,12 1385,97 4% 52% 52% 0%
Esprinet S.p.A. 8,47 11,50 -26% 316,96 259,83 22% 27% 35% -23%
Sto AG Vz 17,07 13,52 26% 417,85 479,95 -13% 59% 68% -14%
CENTROTEC Sus. AG 12,12 13,86 -13% 241,78 199,24 21% 50% 45% 11%
Apollo Group N/A 12,04 N/A 1070,33 1117,60 -4% 53% 37% 43%
Astaldi 3,45 10,61 -67% 692,38 547,09 27% 15% 13% 9%
Leading Brands INC N/A 21,31 N/A 11,68 11,74 -1% 88% 83% 6%
Deutsche Forfait AG N/A N/A N/A 12,73 10,17 25% 31% 9% 224%
ITT Educational N/A N/A N/A 0,00 115,65 -100% 0% 14% -100%
Portfolio 22,95 19,90 40% 385,09 350,63 26% 49% 46% 12%

Insgesamt muss ich sagen: ich bin begeistert von der damaligen Auswahl meiner Leser und rufe heute dazu auf, mir wieder die Nebenwerte eures Portfolios zu schicken. Sind es die selben geblieben oder sind andere hinzugekommen? Ich freue mich auf eure Vorschläge.

 

Links: Was ich diese Woche gelesen habe.

100 Zitate aus der Welt des Value Investings (2)

Nicht alle Menschen haben die Zeit, wie der neue US-Präsident, 10-15 Nachrichten auf Twitter am Tag zu schreiben. Trotzdem ist Twitter ein tolles Medium, um eine breite Zahl an Menschen einfach zu erreichen. Bei sfg-value gibt es selten mehr als eine Nachricht am Tag, sodass man gut eine Vielzahl von unterschiedlichen Quellen folgen kann, ohne zugespamt zu werden. Die wichtigste Konstante ist dabei unser Zitat am Mittwoch (#sfgquote), bei dem wir aus sehr verschiedenen Blickwinkeln Investieren, Geld und das Leben betrachten.

In diesem Zuge möchte ich noch einmal kurz auf die massive Kritik gegenüber sozialen Medien eingehen. Es ist richtig, dass soziale Medien nicht unbedingt das Soziale fördern, sondern die Gesellschaft aufspaltet. Insbesondere Nutzer, die bei ihrer Informations- und Kontaktbeschaffung nur noch auf den Algorithmus dieser Dienstleister vertrauen, werden geistig eingeschränkt. Aber bei all dieser berechtigten Kritik kommt die Verantwortung des Nutzers zu kurz. Der Nutzer kann zum Teil mitentscheiden, wie er Facebook, Twitter, Instagram und Co. nutzt. Soziale Medien müssen keine reinen Selbstbeweihräucherungsveranstaltungen sein. Übt Kritik! Aus diesem Grund sollten wir alle die Dinge kritisch hinterfragen, Weltanschauungen verfolgen mit denen wir nicht übereinstimmen und uns mehr auf Diskussionen einlassen. Ich freue mich über jeden Follower (egal welcher Weltanschauung) und einen regen Austausch.

Und als Munition für solche Diskussionen, gibt es hier die gesammelten Zitate 101-200 (Zitate 1-100) von uns:

Finanzoo

Das Scoring-Modell von www.finanzoo.de

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Nicht erst seit den Erfolgen von Warren Buffet mit Investmentmethoden der fundamentalen Aktienanalyse, beschäftigen sich immer mehr institutionelle und private Anleger mit Fragen der analytischen Auswertung von Unternehmensbilanzen. Bereits Mitte des letzten Jahrhunderts hat Benjamin Graham hierzu eine wissenschaftliche Ausarbeitung in Form seines Buchs Intelligent Investieren (Orginal: The Intelligent Investor) vorgelegt. Im folgenden Artikel wird die Methode der fundamentalen Aktienanalyse beschrieben und ein Ansatz zur Umsetzung über das automatisierte Scoring-Portal www.finanzoo.de aufgezeigt.

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