Beiträge

Rezension Bargeld statt Buchgewinn

Rezension: Bargeld statt Buchgewinn

[Werbung: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links.]

«Bargeld statt Buchgewinn – Mit Hochdividendenwerten zum passiven Monatseinkommen» von Luis Pazos ist im März 2017 im FBV erschienen. Der Autor hat mir das Buch freundlicherweise gratis zur Verfügung gestellt.

Weiterlesen

Aktien für Anfänger und Fortgeschrittene

Rezension: Aktien für Anfänger und Fortgeschrittene

Im Zuge meiner Buchveröffentlichung habe ich einige Blogger angeschrieben und sie gefragt, ob sie mein Buch lesen möchten. Im Gegenzug habe ich auch einige Bücher zurückbekommen, sodass ich den nächsten Monat ausreichend Finanzlektüre habe. Was mich außerordentlich freut und an der ich euch teilhaben lassen möchte. Weiterlesen

Der digitale Wandel in der Finanzbranche

Rezension: Der digitale Wandel in der Finanzbranche

[Werbung: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links.]

Nachdem ich vor anderthalb Jahren das Buch «Vorsorgemodell 4.0» von Florian Müller vorgestellt habe, möchte ich heute mit seinem neusten Werk «Der digitale Wandel in der Finanzbranche: Wie Fintechs, Robo Advisor und Blogger die Banken schlagen» anschließen. Florian Müller ist ein Freund und Blogger-Kollege und schreibt regelmäßig auf http://www.boerseneinmaleins.de.

Trotzdem werde ich eine ehrliche Einschätzung zu seinem Buch abgeben und die ist leider nicht positiv. Sein neues Buch ist mir zu oberflächlich, an vielen Stellen zu polemisch und teilweise sogar etwas verschwörungstheoretisch, sodass man es mit sehr viel Vorsicht lesen muss. Trotzdem kann der Leser ein paar Dinge mitnehmen.

Die Stärken

Seine Stärken entwickelt das Buch im Schluss, wo der Autor die Geschäftsführer von zwei Robo-Advisorn Scalable und vaamo, sowie einige Blogger zu Wort kommen lässt. Meine Empfehlung an dich, Florian, bleib beim nächsten Mal bei den beiden Themen und baue die Informationen dazu aus. Ich weiß, dein Wissen zu beiden Themen ist deutlich größer, als es in deinem Buch rüberkommt. Gerne hätte ich dazu mehr gelesen! Deine Sicht aus der Praxis ist ein echter Mehrwert für die Leser.

Deine Prognosen hinsichtlich der Entwicklung des Finanzsektors teile ich nicht. Die positiven Aspekte vom Banken und Regulierungen kommen in deinem Buch, genauso wie die Risiken von Kryptowährungen und Robo-Advisorn, zu kurz. Christoph Geiler bringt die Problematik in deinem Buch eigentlich schön auf den Punkt: Bei Robo-Advisorn fehlt die persönliche Beratung. In Krisenphasen könnte dies Probleme bereiten und bisher muss noch kein Robo-Advisor eine Markkrise überstehen. Banken und Berater (und ich rede hier nicht von Strukturvertrieben oder Sparkassenberatern) haben ihre Daseinsberechtigung bei der richtigen Einschätzung des Risikoprofils (ich glaube viele Kunden belügen sich leider selbst, was ihre Risikotragfähigkeit angeht) und dem Händchenhalten, wenn die Märkte nach unten gehen.

Auch halte ich Banken nicht für so tot, wie du. Du zeigst ja über white-label Produkte können alte Banken Robo-Advising in ihr Angebot mit aufnehmen.

Für eine Version 2.0 deines Buches wünsche ich mir folgendes:

  • Streich alles über Kryptowährung. Dazu gibt es, wie du selber sagst, gute andere Bücher.
  • Konzertiere dich auf Robo-Advisor und Finanzblogger, die ebenfalls als eine Art von digitalen Beratern fungieren.
  • Schreib auch über die negativen Aspekte, der grundsätzlich positiven Entwicklungen.
  • Erkläre wie Robo-Advisor funktionieren:
    • Wie werden die Kunden eingeschätzt? Zeig einen exemplarischen Fragebogen.
    • Wie wird das Geld angelegt? Zeige ein exemplarisches Portfolio.
  • Versuche die Quintessenz der Gastschreiber in deinen eigenen Worten zusammenzufassen und einzuordnen.

Empfehlung

Unterm Strich empfehle ich das Buch nur für erfahrenden Leser, die die Informationen richtig einordnen können. Dann regt das Buch aber zum Nachdenken an und lohnt sich zu lesen.

Dale Carnegie

Rezension: „Wie man Freunde gewinnt“

[Werbung: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links.]

Das Buch “Wie man Freunde gewinnt: Die Kunst, beliebt und einflussreich zu werden(eng. How To Win Friends And Influence People. A self-help book about interpersonal relationsvon Dale Carnegie befasst sich mit der Frage, wie man im privaten und geschäftlichen Bereich mit Menschen umgehen sollte. Das Buch ist gut zu lesen, gibt viele Tipps, verändert aber nicht den Charakter und hilft deshalb eher Verhalten zu verstehen als zu verändern. Weiterlesen

Die Aussenseiter

Rezension: The Outsiders

[Werbung: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links.]

Das englische Buch „The Outsiders“ von William N. Thorndike, Jr. analysiert acht sehr erfolgreiche CEOs. Es reduziert dabei Erfolg auf Gewinn für die Aktionäre und zeigt, dass erfolgreiche CEOs trotz unterschiedlichen Branchen und Hintergründen ähnliche Merkmale in ihrem Handeln aufweisen. Weiterlesen

Rezension Das Harvard Konzept

Zusammenfassung: „Getting to Yes“

„Getting to Yes“ von Fisher R., Ury W. und Patton B.

[Werbung: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links.]

Das Buch „Getting to Yes “ (dt.: „ Das Harvard-Konzept “) von 1981 ist aus dem Harvard Negotiation Project entstanden, welches sich mit Fragen der Verhandlungsführung beschäftigt und Methoden der Verhandlung und Mediation entwickelt und verbreitet.

Das Harvard Konzept bietet eine verständliche, sach- und lösungsorientierte Vorgehensweise, um bei unterschiedlichen und scheinbar unterschiedlichen Interessen eine Lösung zu finden, die für alle Parteien annehmbar oder sogar von Vorteil ist. Das Konzept des principled negotiation (dt.: sachbezogenes Verhandeln oder sach- und menschengerechtes Verhandeln) zeichnet sich im Idealfall durch folgende Komponenten aus:

  1. Die Verhandlung läuft effizient ab;
  2. Die Verhandelnden bewahren ein gutes Verhältnis zueinander;
  3. Es wird eine sinnvolle, vernünftige und für allen Seiten Nutzen stiftende Lösung gefunden.

Das sachbezogene Verhandeln beruht dabei im Wesentlichen auf vier Grundaspekten.

1. Aspekt:

Der erste Aspekt bezieht sich auf die zwei Grundinteressen der Verhandlungspartner: das Interesse an der Sache bzw. dem Verhandlungsgegenstand und das Interesse an seiner Beziehung zur Gegenpartei. Er sagt aus, dass der Mensch und das Problem immer getrennt voneinander betrachtet werden sollen. Der Umgang mit dem Menschen bedeutet, sich in die Lage des anderen hineinzuversetzen und nicht vorschnell von sich auf die Gegenpartei zu schliessen. Dabei sollte man die eigenen Emotionen artikulieren sowie erklären und der Gegenseite die Möglichkeit geben, Dampf abzulassen. Das hilft, zu den sachlichen Interessen zu kommen.

2. Aspekt:

Der zweite Punkt besagt, dass man sich nicht auf die Positionen, sondern auf die Interessen der Verhandlungsparteien konzentrieren soll. Um vernünftige Ergebnisse zu erzielen, muss man die Interessen (das ‚Warum‘) hinter einer Position erkennen. Manchmal finden sich erstaunliche Übereinstimmungen in den Interessen, obwohl die vertretenden Positionen unvereinbar erschienen. Wichtig sind: die klare Artikulation der eigenen Interessen und das Hinterfragen der Positionen der Gegenseite nach ihren Interessen.

3. Aspekt:

Der dritte Aspekt bezieht sich auf die Entwicklung von Wahlmöglichkeiten, die zur Lösung führen können. Hierbei ist es besonders wichtig sich selbst keine Limits zu setzten und nicht nach der einzig richtigen Lösung zu suchen, sondern möglichst viele Alternativen in Betracht zu ziehen. Eine mögliche Methode ist das Brainstorming, welches man sowohl mit der eigenen Partei als auch mit der Gegenseite durchführen kann. Ziel ist es die Flexibilität zu erhöhen und sich neuen Verhandlungsspielraum zu eröffnen.

4. Aspekt:

Der vierte und letzte Punkt besteht darin, dass man bei unmittelbar widersprechenden Interessen nach objektiven Beurteilungskriterien sucht, die zum Ergebnis führen und eine faire Lösung bereitstellen können. Das heisst, wenn man zu keinem gemeinsamen Ergebnis kommt, finden man vielleicht gemeinsame Kriterien, nach denen man eine Lösung beurteilen kann. Dies verlangt eine Verlagerung von willkürlichem Durchsetzungsvermögen hin zu sachbezogenem Handeln auf Grundlage von anerkannten Entscheidungsprinzipien.

Zusätzliche Hilfe des Harvard Konzept

Ergänzend liefert das Harvard Konzept Hilfestellungen für besonders schwierige Verhandlungen, bei denen die Gegenseite scheinbar stärker ist, Druck ausübt oder mit faulen Tricks arbeitet. Auf die Stärke der Gegenseite sollte man eine besonders gute Alternative entwickeln, sodass man der gegnerischen Verhandlungsseite glaubhaftmachen kann, auch diese Lösung in Betracht zu ziehen. Auf Druck sollte man sich nach Möglichkeit mit einem Ausweichplan vorbereiten und auf faule Tricks sollte man direkt reagieren und sie ansprechen, um sie abzuschwächen.

Verhandlungs-Judo und das Ein-Text-Verfahren

Ausserdem werden Verhandlungs-Judo und das Ein-Text-Verfahren vorgeschlagen. Verhandlungs-Judo bezeichnet dabei eine Technik bei denen man nicht jeden persönlichen Angriff mit gleicher Waffe zurückschlägt, sondern gedanklich einen Schritt zur Seite tritt und die dahinterstehenden Beweggründe analysiert und mit Schweigen oder sachlichen Fragen reagiert. Das Ein-Text-Verfahren bezieht sich dagegen auf die Einbeziehung eines Dritten (Mediator) um festgefahrenen Verhandlungen zu lösen und wieder zusammen an einer Lösung (Ein-Text) zu arbeiten.

vom 09.04.2010