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Unternehmensanalyse Bijou Brigitte

Unternehmensanalyse: Bijou Brigitte

Solide! Kopierbar? Herzstück der Firma ist ein Warenwirtschaftssystem, welches nach meiner Ansicht ein Wettbewerbsvorteil gegenüber neuen Unternehmen ist.  Nach einem Umsatz- und Gewinnrückgang sieht das Unternehmen auf dem Papier günstig aus. Weiterlesen

Salzgitter AG

Update Analyse: Salzgitter AG

Die Frage, die man sich bei Salzgitter stellen und die jeder für sich beantworten muss, ist, wird Salzgitter diesen Konjunkturzyklus überleben oder nicht? Weiterlesen

Salzgitter AG

Unternehmensanalyse: Salzgitter AG

Die Salzgitter AG ist ein Massenguthersteller mit wenig Preismacht. Neben dem Stahl-, Röhren- und Technologiesegment dominiert vor allem das Handelssegment das Unternehmen. Damit ein solches Geschäft für einen Value Investor attraktiv ist, muss der Preis stimmen. Ein KBV von unter 0,5 deutet darauf hin. Weiterlesen

Unterschied zwischen Aktien und Unternehmen

Unterschied: Aktien und Unternehmen

Viele Menschen denken, es gibt einen fundamentalen Unterschied zwischen Aktien und Unternehmen. Das ist falsch! Aktionäre, die ihre unternehmerischen Pflichten nicht kennen, werden von der Börse getrieben und verschenken bares Geld. Weiterlesen

Kali und Salz (K+S)

Unternehmensanalyse: K+S Aktiengesellschaft

K+S steht für Kali und Salz. Neben der langjährigen Geschichte ist das Unternehmen hauptsächlich in einem interessanten Marktumfeld tätig. Trotz guter Bewertung nehme ich das Unternehmen nicht in mein Portfolio auf.

Die K+S AG ist ein Bergbauunternehmen mit dem Schwerpunkt Kali- und Salzförderung aus Kassel. Kali und Salz wird in der Landwirtschaft und der Industrie genutzt und ist eine Massenware. Kein Anbieter kann einen Vorteil durch Marke, Qualität oder Zusatznutzen erzeugen. Das einzige Verkaufsargument ist der Preis. Eigentlich schlechte Voraussetzungen um in meine Watchlist zu gelangen, geschweige denn in mein Portfolio. Der Markt wird jedoch von einem Oligopol aus fünf Anbietern beherrscht: Uralkali (Russland), Potash (Kanada), Belaruskali (Weissrussland), Mosaic (USA) und K+S (Deutschland). Ausserdem ist die K+S Aktien eine der wenigen nicht Bank- oder Energieaktien, die die massive Kursentwicklung des DAX im letzten Jahr nicht mitgemacht hat. Zwei Gründe für mich das Unternehmen einmal näher zu betrachten.

K+S Geschichte

K+S kann auf eine über hundertjährige Geschichte zurückblicken. Das Unternehmen ist aus mehreren deutschen Kali-Bergwerksgesellschaften hervorgegangen, die Ende des vorletzten Jahrhunderts den Weltmarkt über ein Kali-Kartell beherrscht haben. Die K+S AG hat heute noch einen Marktanteil von ca. 11 % und  gehört damit zu den grössten Anbieter weltweit.

Kartellgefahr

1901 trat die Salzdetfurth AG dem deutschen Kali-Kartell bei, in dem die meisten deutschen Kali-Bergwerksgesellschaften nach dem Ende des Kali-Syndikats (1888–1898) vereinigt waren. Ziel des Kartells war die Sicherung der marktbeherrschenden Stellung auf dem Weltmarkt. Heute wird der Markt von wenigen grossen Unternehmen beherrscht. In solchen Märkten besteht grundsätzlich eine höhere Kartellgefahr als in stark fragmentierten Märkten. Auch wenn ich K+S und seinen Konkurrenten nichts unterstellen möchte, muss jedem Aktionär, der in einen solchen Markt investiert, die potenzielle Gefahr eines Kartells und einer anschliessenden Strafe bewusst sein.

Möglicher Übernahmekanditat

Dies spielt auch für die immer wieder aufkommenden Gerüchte einer Übernahme von K+S eine Rolle. Zwar werden meistens finanzstarke Minen-Betreiber als mögliche Käufer gehandelt, wenn man aber davon ausgeht, dass sich einer der Konkurrenten K+S einverleiben könnte, ruft das definitiv einen der Kartellwächter auf den Plan.

Keine Spekulation

Da ich aber nicht auf eine mögliche Übernahme spekuliere, schaue ich im nächstens Schritt in die Bilanz. Eine wichtige Messgrösse von Bergbauunternehmen ist dabei ihre Reserve. Im Fall von K+S wurde diese Ende 2012 geprüft und beträgt mit der derzeitigen Förderungsleistung für Kali maximal 40 Jahre und für Salz durch Gewinnung aus dem Meer ist die Förderung unbegrenzt. Realistisch für die gesamte Förderung sind 30 bis 40 Jahren anzunehmen (siehe Geschäftsbericht K+S, S. 216). Die grössten Abbaugebiete liegen in Norddeutschland (Kali), USA (Salz), Kanada (Salz) und Chile (Salz).

Rentabilität

Der Gewinn hat sich mit Ausnahme 2007 und 2009 gut entwickelt (siehe Tabelle Rentabilität). Das operative Ergebnis war durchgängig gut. 2007 wirkten sich Marktwertveränderungen und Verluste aus Devisenoptionsgeschäften negativ aus. 2008 hat K+S operativ ein überdurchschnittlich gutes Jahr, es wurden also keine negativen Einflüsse aus 2007 kompensiert. 2009 wiederrum lief es operativ nicht gut. Es wurde weltweit weniger Kali nachgefragt und damit sank das operative Ergebnis. Was heisst diese schwankende Entwicklung für die Zukunft? Ich denke, dass man K+S definitiv zu einem zyklischen Unternehmen zählen muss. Wenn die Böden eine höhen Kaligehalt aufgrund einer schlechten Ernte aufweisen, wird im nächsten Jahr die Nachfrage zurück gehen und anders herum. Das gleiche gilt für die Salznachfrage. Ein langer Winter erhöht die Salznachfrage, während eine kurzer sie senkt. Insgesamt sehen die Gewinne wie folgt aus:

Eigenkapitalrendite (in Mio. EUR)

Datum

Gewinn

Eigenkapital

EK-Rendite

2012

568,5

3’473,7

16 %

2011

656,6

3’081,5

21 %

2010

449,4

2’649,0

17 %

2009

96,9

2’092,9

5 %

2008

871,4

1’717,0

51 %

2007

-93,1

931,0

-10 %

2006

271,2

1’123,7

24 %

2005

174,5

942,1

19 %

2004

140,5

601,4

23 %

2003

101,3

555,4

18 %

2002

103,8

513,4

20 %

Durchschnitt

19 %

Ausschüttungsquote

Die aktuelle Dividendenrendite ist mit 4 % gut. Berücksichtigt man die konstante Ausschüttungsquote zwischen 40 % und 50 %, kann man die Dividendenpolitik als nachhaltig ansehen. Allerdings bringen die Geschäftszyklen auch die Dividende zum Schwanken.

Ausschüttungsquote (in EUR)

Datum

 Gewinn pro Aktie

  Dividende

  Ausschüttungsquote

2012

2,97

1,40

47 %

2011

3,43

1,30

38 %

2010

2,35

1,00

43 %

2009

0,51

0,20

40 %

2008

5,28

2,40

45 %

2007*

-0,56

0,50

-89 %

*Ausgenommen

2006

1,64

0,50

30 %

2005

1,03

0,45

44 %

2004

0,83

0,33

40 %

2003

0,60

0,25

42 %

2002

0,61

0,25

41 %

Durchschnitt

41 %

Kapitalstruktur und Sicherheit

2009 hat K+S den amerikanischen Salzhersteller Morton Salt für ca. 1,6 Mrd. Dollar gekauft. Damit stieg K+S zum weltweit führenden Salzhersteller auf und diversifizierte sein Geschäft aufgrund der regional unterschiedlichen Aufstellung der Unternehmen. Dies veränderte natürlich auch die Konzernstruktur, wie nachfolgende Tabelle deutlich zeigt. Trotzdem sieht die Kapitalstruktur insgesamt solide aus.

EK-Quote (in Mio. EUR)

Jahr

Eigenkapital

Goodwill

Bilanzsumme

EK-Quote

EK-Quote bereinigt

2012

3’473,7

642,3

6’639,0

52 %

43 %

2011

3’081,5

651,4

6’056,9

51 %

40 %

2010

2’649,0

615,3

5’573,7

48 %

36 %

2009

2’092,9

563,5

5’212,5

40 %

29 %

2008

1’717,0

104,8

3’473,8

49 %

46 %

2007

931,0

99,7

2’964,8

31 %

28 %

2006

1’123,7

102,9

2’830,9

40 %

36 %

2005

942,1

13,9

2’259,1

42 %

41 %

2004

601,4

0,0

1’892,8

32 %

32 %

2003

555,4

0,0

1’754,5

32 %

32 %

2002

513,4

0,0

1’666,7

31 %

31 %

Fazit

Ich halte K+S für ein gutes Unternehmen. Es passt aufgrund seiner Geschäftstätigkeit nicht 100 %-ig in mein Anlageuniversum, auch wenn die Zahlen gut aussehen. Leider ist es auch nicht super günstig, so dass ich mit dem zyklischen Risiko gut leben kann. Ich habe in die Wacker Chemie AG zu früh investiert. Diesen Fehler möchte ich nicht noch einmal begehen. Deshalb werde ich vorerst keine Aktien von K+S kaufen, sondern abwarten. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir eure Meinung zu K+S ebenfalls sagt!

Weitere Informationen zur K+S AG:

Update Analyse: K+S AG und die Kalipreisentwicklung

Update Analyse: K+S AG und die Produktionskosten

Easy Buffett:
aktueller Kurs

35,60

Buchwert

18,15

aktueller Gewinn

3,63

Einstandsrendite

10,2%

ØEigenkapitalrendite

20%

Ausschüttungsquote

40%

EK-Wachstum

12%

Jahre n

10

Buchwert in n Jahren

56,37

Gewinn in n Jahren

11,27

KGV

10

Kurs in n Jahren

112,74

∑Dividenden in n Jahren

30,00

Rendite

14,90%

 Erklärung des Easy Buffett.

Tesco plc

Update Analyse: Tesco plc

Wie ich in der Unternehmensanalyse zu Tesco festgehalten habe, bekommt man nach meiner Meinung ein gutes und rentables Unternehmen. Warren Buffett ist mit 5 % investiert. Ausserdem ist die langfristige Eigenkapitalrendite ganz annehmbar. Tesco ist eine der wenigen Supermarktketten, bei denen das Online-Geschäft erfolgreich läuft. Ausserdem gibt es einen überdurchschnittlichen hohen Eigenmarkenanteil (s. Foto). Tesco ist international breit aufgestellt. Dies sind die Hauptgründe, warum ich in Tesco plc investiert bin.

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Glückspielanbieter OPAP

Update Analyse: OPAP SA

Am Freitag hat das Management eine ausführliche Präsentation mit einem Ausblick bis 2022 bereitgestellt und am Montag wird es einen Conference Call für Investoren geben. Grund genug für mich die Zahlen und Ausführungen des Managements genauer anzugucken.

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Analyse zur McDonalds Corp

Unternehmensanalyse: McDonald’s Corp.

„We are not basically in the food business. We are in the real estate business. The only reason we sell 15 cent hamburgers is because they are the greatest producer of revenues from which our tenants can pay us our rent.“

Harry J. Sonneborn – Ehemaliger Präsident und CFO von McDonald’s Corp.

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Was macht De'longhi

Unternehmensanalyse: De’Longhi S.p.A.

Wer unterbewertete Unternehmen sucht, der sollte antizyklisch denken. Besonders interessant sind Regionen, die von Investoren gemieden werden. Wer dazu Rechtssicherheit möchte, der sieht sich im krisengebeutelten Europa um. Griechenland, Spanien, Portugal, Irland und Italien finde ich zurzeit als Value Investor besonders spannend. Während alle fünf Länder stark von der Eurokrise getroffen sind, haben Irland und (Nord-)Italien eine gute wirtschaftliche Basis mit einigen internationalen Konzernen. Einer davon ist die italienische Firma De’Longhi S.p.A..

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Unternehmensanalyse Deutsche Telekom AG

Unternehmensanalyse: Deutsche Telekom AG

10 Gründe, warum man die Deutsche Telekom AG nicht kaufen sollte: 1. Überteuerter Ausflug in die USA (Abschreibungen), 2. Dividendenzahlung aus der Substanz, 3. Hohe Kosten für den Netzausbau in Deutschland, 4. Hohe Kosten für den Umbau des US-Geschäfts (Zusammenschluss mit Metro PCS), 5. Niedrige geografische Diversifikation der Gewinne (Konzentration auf Deutschland), 6. Grösster Aktionär ist der deutsche Staat (öffentliche Hand = schlechter Investor), 7. Keine Wachstumsperspektiven, 8. Überlastung des Mobilfunknetzes durch Smartphones, 9. Griechenland-Problem (Beteiligung an OTE), 10. Telefongesellschaften sind die meist gehassten Unternehmen.

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